In den bevölkerungsreichsten Ländern wächst die Bibel-Nachfrage
In den bevölkerungsreichsten Ländern – China und Indien – wächst die Nachfrage nach der Bibel. Und das, obwohl Christen in beiden Staaten kleine Minderheiten bilden. Darauf weist die Deutsche Bibelgesellschaft in ihrer Zeitschrift „Bibelreport“ (Stuttgart) hin.
In der kommunistisch regierten Volksrepublik China gibt es seit 1987 eine einzige offizielle Bibeldruckerei. Den Betrieb in Nanjing haben seither mehr als 46 Millionen Bibeln und Neue Testamente verlassen. Zur Zeit werden in China jährlich rund 2,5 Millionen Bibeln offiziell verbreitet. Darin sind die geschmuggelten Exemplare nicht eingerechnet. In Nanjing wird derzeit eine größere Druckerei errichtet. Die Bibelproduktion soll auf jährlich rund zehn Millionen Exemplare gesteigert werden, so die Bibelgesellschaft. Kirchliche Religionsstatistiker schätzen die Zahl der Christen unter den 1,3 Milliarden Chinesen auf 80 Millionen bis 100 Millionen. Etwa drei Viertel von ihnen versammeln sich in staatlich nicht sanktionierten Gemeinden, weil sie sich nicht staatlicher Kontrolle unterwerfen wollen.
Indien: Immer mehr Kastenlose lassen sich taufen
Von den annähernd 1,1 Milliarden Einwohnern Indiens sind 79,8 Prozent Hindus, 12,5 Prozent Moslems und 2,4 Prozent Christen; der Rest gehört anderen Religionen an. Mit starken Benachteiligungen müssen zum Beispiel die 160 Millionen Dalits (Unberührbare) rechnen. Sie haben laut Bibelreport kleine Chance, jemals sozial aufzusteigen. Eine weitere Gruppe, die das immer noch im Denken verankerte Kastensystem ins Abseits drängt, seien die Ureinwohner, die Adivasi. Sie machten etwa acht Prozent der Bevölkerung aus. Da sie als Nicht-Hindus außerhalb der Kastenordnung stünden, gälten sie praktisch als rechtlos. Unter den Adivasi, die mehr als 600 Stämmen mit eigenen Sprachen und Traditionen angehören, gebe es besonders viel Christen. Immer mehr Dalits und Adivasi ließen sich taufen, auch um der Ausgrenzung zu entkommen. Die meisten seien zu arm, um sich eine Bibel, ein Neues Testament oder auch nur ein Evangelium zu kaufen. Hier wolle die Indische Bibelgesellschaft mit Hörbibeln helfen.
In der kommunistisch regierten Volksrepublik China gibt es seit 1987 eine einzige offizielle Bibeldruckerei. Den Betrieb in Nanjing haben seither mehr als 46 Millionen Bibeln und Neue Testamente verlassen. Zur Zeit werden in China jährlich rund 2,5 Millionen Bibeln offiziell verbreitet. Darin sind die geschmuggelten Exemplare nicht eingerechnet. In Nanjing wird derzeit eine größere Druckerei errichtet. Die Bibelproduktion soll auf jährlich rund zehn Millionen Exemplare gesteigert werden, so die Bibelgesellschaft. Kirchliche Religionsstatistiker schätzen die Zahl der Christen unter den 1,3 Milliarden Chinesen auf 80 Millionen bis 100 Millionen. Etwa drei Viertel von ihnen versammeln sich in staatlich nicht sanktionierten Gemeinden, weil sie sich nicht staatlicher Kontrolle unterwerfen wollen.
Indien: Immer mehr Kastenlose lassen sich taufen
Von den annähernd 1,1 Milliarden Einwohnern Indiens sind 79,8 Prozent Hindus, 12,5 Prozent Moslems und 2,4 Prozent Christen; der Rest gehört anderen Religionen an. Mit starken Benachteiligungen müssen zum Beispiel die 160 Millionen Dalits (Unberührbare) rechnen. Sie haben laut Bibelreport kleine Chance, jemals sozial aufzusteigen. Eine weitere Gruppe, die das immer noch im Denken verankerte Kastensystem ins Abseits drängt, seien die Ureinwohner, die Adivasi. Sie machten etwa acht Prozent der Bevölkerung aus. Da sie als Nicht-Hindus außerhalb der Kastenordnung stünden, gälten sie praktisch als rechtlos. Unter den Adivasi, die mehr als 600 Stämmen mit eigenen Sprachen und Traditionen angehören, gebe es besonders viel Christen. Immer mehr Dalits und Adivasi ließen sich taufen, auch um der Ausgrenzung zu entkommen. Die meisten seien zu arm, um sich eine Bibel, ein Neues Testament oder auch nur ein Evangelium zu kaufen. Hier wolle die Indische Bibelgesellschaft mit Hörbibeln helfen.
robinhood - 19. Aug, 21:21